Von Deutschland nach Deutschland über die Tschechoslowakei

Erhaltenes Warnschild im ehemaligen Sperrgebiet an der Grenze der ČSSR: Achtung! Sperrgebiet. Zutritt verboten.

Von Deutschland nach Deutschland über die Tschechoslowakei

Fluchtgeschichten aus den 1970er und 1980er Jahren
18:00 - 20:00 Uhr

 

Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Von der Gründung der DDR bis zu ihrer Auflösung verließen fast 4 Millionen Menschen den Staat. Die meisten unter ihnen illegal und unter großen Gefahren. Wer in die Bundesrepublik flüchten wollte, wählte nicht selten den Weg über die Tschechoslowakei, da von dort ein Grenzübertritt in die Bundesrepublik weniger risikoreich erschien. Doch diese Vorstellung täuschte.

Der tschechische Historiker Jan Blažek interviewte fünf Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Er befragte sie nach Gründen ihrer Flucht und den Erfahrungen in der Untersuchungshaft und im Gefängnis nach ihrer Festnahme. Mit den Interviews produzierte er einen Film, den er an dem Abend vorstellt.

Der Historiker Dr. Justus H. Ulbricht bringt in der anschließenden Podiumsdiskussion Jan Blažek ins Gespräch mit Dr. Jan Kostka vom Forschungsverbund SED-Staat an der Freie Universität Berlin.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage 2023 statt und ist eine Kooperation der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden, der Euroregion Elbe/Labe, Post Bellum (Prag) und der Volkshochschule Dresden. Der Film entstand in Kooperation mit der Gedenkstatte Bautzner Straße Dresden und wurde gefördert vom Tschechisch-Deutschen Zukunftsfonds. 
Vor der Veranstaltung kann die Gedenkstätte ab 15:00 Uhr kostenfrei besucht werden.

 

Eintritt
frei